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Was ist Astigmatismus?

Astigmatismus: Ein umfassender Leitfaden

Verständnis der Sehschwäche, die Konturen und Details verschwimmen lässt

Astigmatismus (auch Stabsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung genannt) ist eine weit verbreitete Sehschwäche (Ametropie), die zu unscharfer oder verzerrter Sicht führt. Dies geschieht, weil die Oberfläche des Auges (Hornhaut) oder die Linse im Inneren des Auges ungleichmäßig geformt ist. Bei einem astigmatischen Auge werden Bilder nicht scharf auf der Netzhaut abgebildet, wodurch Objekte in allen Entfernungen verschwommen erscheinen.

Astigmatismus tritt sehr häufig auf und geht oft mit anderen Sehproblemen wie Kurzsichtigkeit (Myopie) oder Weitsichtigkeit (Hyperopie) einher.

Diagramm eines astigmatischen Auges

Arten von Astigmatismus

Je nachdem, welcher Teil des Auges die Verzerrung verursacht, unterscheidet man zwischen:

  • Hornhaut-Astigmatismus: verursacht durch eine unregelmäßige Krümmung der Hornhaut.
  • Linsen-Astigmatismus: verursacht durch eine unregelmäßige Form der Augenlinse.

Klassifizierung nach den Meridianen:

  1. „Nach der Regel“ (rectus): die häufigste Form, bei der der vertikale Meridian stärker gekrümmt ist.
  2. „Gegen die Regel“ (inversus): hier ist der horizontale Meridian am stärksten gekrümmt.
  3. Schräger Astigmatismus: die stärkste Krümmung liegt in einem diagonalen Winkel.

Symptome: Wie erkennt man es?

Ein unkorrigierter Astigmatismus zwingt das Auge zu ständiger Anstrengung, um den Fokus zu finden (Akkommodation). Häufige Symptome sind:

  • Verschwommenes oder verzerrtes Sehen in allen Distanzen.
  • Unschärfe in der peripheren Sicht (Seitenbereich).
  • Schwierigkeiten, Formen und feine Details zu unterscheiden.
  • Unfähigkeit, gerade Linien (vertikal oder horizontal) klar zu sehen.
Beispiel für verschwommenes Sehen bei Astigmatismus

Hinweis: Wenn er unbehandelt bleibt, kann er zu häufigen Kopfschmerzen, Augenbrennen (besonders bei der Computerarbeit) und chronischer Müdigkeit beim Lesen führen.

Ursachen und Funktionsweise

Warum passiert das? Bei einem perfekt geformten Auge ist die Hornhaut rund wie ein Fußball. Bei Astigmatismus ähnelt die Form eher einem Rugbyball.

Diese unregelmäßige Form verhindert, dass das Licht in einem einzigen Punkt auf der Netzhaut gebündelt wird. Stattdessen wird es auf mehrere Punkte gestreut, was den „Verschwommenheitseffekt“ erzeugt. Meist ist die Veranlagung angeboren, sie kann aber auch verursacht werden durch:

  • Hornhautvernarbungen nach Infektionen.
  • Komplikationen nach Augenoperationen.
  • Spezifische Erkrankungen wie Keratokonus.

Diagnose und Sehtest

Regelmäßige Augenuntersuchungen sind unerlässlich, insbesondere bei Kindern, um Spätfolgen wie Schwachsichtigkeit (Amblyopie) zu vermeiden. Wichtige Tests sind:

  • Sehschärfentest: Lesen von Buchstaben auf der Snellen-Tafel.
  • Keratometrie: Messung der Hornhautkrümmung mit einem Keratometer.
  • Hornhauttopographie: Eine computergestützte 3D-Kartierung der Hornhaut für komplexe Fälle.

Korrektur und Behandlung

Heutzutage kann Astigmatismus auf verschiedene Weise effektiv korrigiert werden:

1. Korrekturgläser

Brillen mit zylindrischen oder torischen Gläsern sowie Kontaktlinsen sind die gängigsten Lösungen. Sie gleichen die Unregelmäßigkeit der Hornhaut aus, sodass das Licht wieder korrekt auf der Netzhaut fokussiert wird.

2. Refraktive Laserchirurgie

Verfahren wie LASIK oder PRK können die Hornhaut neu modellieren. Dies ist eine dauerhafte Lösung, erfordert jedoch eine gründliche medizinische Voruntersuchung.