Die weltweit häufigste Fehlsichtigkeit: Wenn die Fernsicht verschwimmt.
Ist es Ihnen schon einmal passiert, dass Sie jemanden auf der Straße grüßen und diese Person die Augen zusammenkneift, die Stirn runzelt und erst zurückgrüßt, wenn Sie ganz nah sind? Wahrscheinlich liegt das an Myopie (Kurzsichtigkeit). Dieser Sehfehler führt dazu, dass man in der Ferne unscharf sieht. Es ist heute die am weitesten verbreitete Fehlsichtigkeit, und Experten erwarten in den kommenden Jahren einen weiteren drastischen Anstieg.
Die anatomische Ursache: Sie entsteht durch einen zu lang gewachsenen Augapfel. Die Bilder werden nicht direkt auf der Netzhaut abgebildet, sondern davor, wodurch sie unscharf erscheinen.

Ein kurzsichtiger Mensch sieht in der Nähe sehr gut, oft sogar besser als Normalsichtige. Je stärker jedoch die Myopie ist, desto kleiner wird der Bereich, in dem man scharf sieht. Es gibt eine einfache Formel: 1 geteilt durch die Dioptrien der Myopie ergibt den am weitesten entfernten Punkt (in Metern), den man ohne Brille noch scharf sehen kann.

Neben der unscharfen Fernsicht gibt es typische Anzeichen für Kurzsichtigkeit:

Es gibt drei Hauptwege, um wieder eine klare Sicht zu erlangen:
Durch gezielte „Sehygiene“ können wir aktiv dazu beitragen, die Verschlechterung der Myopie zu bremsen:
Nützlicher Tipp: Halten Sie einen Abstand von mindestens 30 bis 40 cm zu Büchern und Bildschirmen ein. Mindestens 14 Stunden pro Woche im Freien zu verbringen, hilft der Netzhaut durch die Ausschüttung von Dopamin und Vitamin D.
Die übermäßige Nutzung von Smartphones, PCs und Tablets ist eine Hauptursache für den Anstieg der Myopie bei jungen Menschen. Diese erzwungene „Anpassung“ an die Nahsicht geht auf Kosten der Fernsicht.
Für Menschen, die viel am Computer arbeiten, können Kontaktlinsen vorteilhaft sein, um Verzerrungen zu minimieren. Dennoch ist eine gute Tränenflüssigkeit (ggf. Nachbenetzungstropfen) wichtig, um die typische Trockenheit der Augen beim Starren auf Bildschirme zu vermeiden.