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Was ist Myopie?

Was ist Myopie?

Die weltweit häufigste Fehlsichtigkeit: Wenn die Fernsicht verschwimmt.

Ein zunehmendes Phänomen

Ist es Ihnen schon einmal passiert, dass Sie jemanden auf der Straße grüßen und diese Person die Augen zusammenkneift, die Stirn runzelt und erst zurückgrüßt, wenn Sie ganz nah sind? Wahrscheinlich liegt das an Myopie (Kurzsichtigkeit). Dieser Sehfehler führt dazu, dass man in der Ferne unscharf sieht. Es ist heute die am weitesten verbreitete Fehlsichtigkeit, und Experten erwarten in den kommenden Jahren einen weiteren drastischen Anstieg.

Die anatomische Ursache: Sie entsteht durch einen zu lang gewachsenen Augapfel. Die Bilder werden nicht direkt auf der Netzhaut abgebildet, sondern davor, wodurch sie unscharf erscheinen.

Vergleich normales Auge und kurzsichtiges Auge

Wie sieht ein Kurzsichtiger?

Ein kurzsichtiger Mensch sieht in der Nähe sehr gut, oft sogar besser als Normalsichtige. Je stärker jedoch die Myopie ist, desto kleiner wird der Bereich, in dem man scharf sieht. Es gibt eine einfache Formel: 1 geteilt durch die Dioptrien der Myopie ergibt den am weitesten entfernten Punkt (in Metern), den man ohne Brille noch scharf sehen kann.

Beispiel Myopie-Fernsicht bei verschiedenen Dioptrien

Häufige Symptome

Neben der unscharfen Fernsicht gibt es typische Anzeichen für Kurzsichtigkeit:

  • Verschwommene Sicht in der Ferne
  • Häufiges Zusammenkneifen der Augen
  • Schnelle Augenermüdung
  • Kopfschmerzen (Stirn oder Schläfen)
  • Probleme beim Sehen in der Dämmerung
Lösungen für Myopie

Wie lässt sie sich korrigieren?

Es gibt drei Hauptwege, um wieder eine klare Sicht zu erlangen:

  • Brille: Die klassische Lösung, heute ein echtes Stil-Accessoire. Bei hoher Myopie ist die Wahl der richtigen Brillengläser und Fassung entscheidend.
  • Kontaktlinsen: Vielseitig und ideal für Sportler. Sie bieten ein größeres Sichtfeld, da keine Brillenfassung den Blick einschränkt.
  • Refraktive Chirurgie: Eine operative Lösung (z. B. Laser), um den Sehfehler dauerhaft zu korrigieren (nach ärztlicher Untersuchung).

Sehygiene: Das Fortschreiten verlangsamen

Durch gezielte „Sehygiene“ können wir aktiv dazu beitragen, die Verschlechterung der Myopie zu bremsen:

Natürliches Licht
Richtige Körperhaltung
Regelmäßige Pausen
Zeit im Freien
Ausgewogene Ernährung

Nützlicher Tipp: Halten Sie einen Abstand von mindestens 30 bis 40 cm zu Büchern und Bildschirmen ein. Mindestens 14 Stunden pro Woche im Freien zu verbringen, hilft der Netzhaut durch die Ausschüttung von Dopamin und Vitamin D.

Bildschirm-Myopie

Die übermäßige Nutzung von Smartphones, PCs und Tablets ist eine Hauptursache für den Anstieg der Myopie bei jungen Menschen. Diese erzwungene „Anpassung“ an die Nahsicht geht auf Kosten der Fernsicht.

Für Menschen, die viel am Computer arbeiten, können Kontaktlinsen vorteilhaft sein, um Verzerrungen zu minimieren. Dennoch ist eine gute Tränenflüssigkeit (ggf. Nachbenetzungstropfen) wichtig, um die typische Trockenheit der Augen beim Starren auf Bildschirme zu vermeiden.

Konsultieren Sie immer einen Optiker oder Augenarzt für eine professionelle Beurteilung Ihrer Sehkraft.